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Ergonomie
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Die sitzende Menschheit
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| Rund 80.000 Stunden verbringt der Büro-Mensch sitzend an seinem Arbeitsplatz. Rechnet man dazu das tägliche Sitzen am Frühstückstisch, im eigenen Pkw oder in öffentlichen Verkehrsmitteln, das Warten, Konferieren, Mittagessen, Heimfahrt, Abendessen, Fernsehen ... wird es klar, dass der Körper zuwenig Bewegung bekommt. Dadurch treten früher oder später Probleme auf. Jeder Zweite beklagt sich häufig über Rückenschmerzen und Verspannungen, Millionen leiden unter chronischen Beschwerden, zum Teil unter irreparablen Schäden. Vielleicht interessiert es Sie auch, dass der Volkswirtschaft Milliarden Verluste durch Arbeitsausfall und Therapie sowie Rehabilitationskosten entstehen. Für Ihr eigenes Unternehmen ist der Mitarbeiter primärer Kostenfaktor und gleichzeitig Hauptleistungsträger, von dessen Wohlbefinden Ihr wirtschaftlicher Erfolg direkt abhängt. Die Innovationsbereitschaft und Produktivität Ihrer Mitarbeiter ist Ihr größtes Kapital. |
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Ist der Mensch eine Fehlkonstruktion?
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| Vielleicht stecken wir gerade in einer ungünstigen Phase unserer Evolution. Vielleicht wird in zwei, drei Millionen Jahren alles besser, aber bis dahin macht uns vor allem unser Rücken zu schaffen. Das Hauptproblem dabei stellen die Bandscheiben als anfälligstes und schwächstes Glied des Bewegungsapparates dar. Die Beschwerdenstatistik wird deutlich von Rückenbeschwerden angeführt. Zu den klassischen Sitzbeschwerden sind durch Verbreitung der Computertätigkeit neue Bürokrankheiten hinzugekommen, bekannt als RSI-Syndrom (Repetitive Strain Injury) und CTS (Carpaltunnel-Syndrom) Dies sind Sammelbegriffe für Nacken-, Kopf-, Arm- und Handbeschwerden. Schmerzen, Schwellungen, Taubheitsgefühle oder Kribbeln sind die alarmierenden Symptome. |
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Die Wirbelsäule und Rückenmuskulatur
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| Die Wirbelsäule besteht aus 24 beweglichen
Wirbeln, dazwischen liegen als Verbindungselemente die Bandscheiben,
die als elastischer Stoßdämpfer wirken.
Die ideale Stellung der Wirbelsäule ist die Doppel-S-Form. So ist die Wirbelsäule ausbalanciert und die Gewichtsverteilung optimal. Durch langzeitige einseitige Belastung besteht jedoch die Gefahr der Austrocknung der Bandscheiben. Diese werden brüchig und es entstehen irreparable Risse.
Unsere Rückenmuskulatur ist ein komplexes Gebilde unterschiedlich großer Muskelgruppen. Falsches Sitzverhalten führt zu Verspannungen und verursacht Stoffwechsel?, und Funktionsstörungen.
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Die Bandscheibe
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| Die Nahrungsaufnahme der Bandscheiben erfolgt durch Diffusion bei Be- und Entlastung. Ähnlich wie ein Schwamm nimmt der Bandscheibenkörper Flüssigkeit auf und gibt diese unter Druck wieder ab.
Bandscheibenvorfall entsteht durch das Verschieben des Bandscheibenkerns
nach hinten in Richtung des Rückenmarkkanals. Hierdurch wölbt
sich die Bandscheibe vor, oder der Faserring zerreist. Dabei entsteht
Druck auf die Nerven. Ergebnis: Schmerzen bis hin zur Lähmungserscheinung.
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Das Hauptproblem die Wirbelsäule
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| Sitzen gilt als Ruhestellung nach dem Stehen oder Laufen. Beim Sitzen wird der Bewegungsapparat und der Kreislauf entspannt, reduziert seine Tätigkeit und den Energieverbrauch. Die kommt dem Gehirn zugute und der geistigen Arbeit. Doch der Mensch ist nicht für langes Sitzen geschaffen. Die Bandscheiben, die als Stoßdämpfer und als elastischer Puffer zwischen dem Wirbelkörper funktionieren, werden nur in unbelastetem Zustand durch Diffusion mit Nährstoffen versorgt. Dauerbelastung und Austrocknung können zu irreparablen Schäden führen. Die typische, nach vorne gebeugte Haltung, bedeutet weniger Belastung für die Rückenmuskulatur als die "richtige" aufrechte. Das stellt gewissermaßen einen "Interessenkonflikt" dar. Jede Empfehlung für die eine oder andere Sitzhaltung kann daher nur ein Kompromiss sein.Die Abbildung oben zeigt die Belastung der Wirbelsäule im Vergleich. Gemessen wurden die Druckunterschiede im Inneren der Bandscheiben bei verschiedenen Körperhaltungen. |
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Dynamisches Sitzen
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Um die Bandscheiben auch beim Sitzen trotz höchster Belastung mit Nährstoffen zu versorgen, ist dynamisches, bewegliches Sitzen die entscheidende Konzeption. Girsberger und Stoll Giroflex bietet dazu mehrere Produktfamilien, die - von der Direktion über das Management bis hin zu Bildschirm-Arbeitsplätzen - das richtige Sitzen unterstützen und fördern.
Grundsätzlich heißt es: keine Sitzhaltung ist richtig,
sondern der ständige Wechsel von der einen Sitzposition zur
nächsten entlastet die Bandscheiben und fördert die Durchblutung,
den Stoffwechsel und die Atmung und damit die Leistungsfähigkeit,
d.h. die Produktivität des Mitarbeiters. |
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Synchronmechanik
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| Diese Stuhlkonstruktion unterstützt das dynamische Sitzen, indem sie in jeder Sitzposition die Körperhaltung optimiert. Bei der Bewegung der Rückenlehne nach hinten oder nach vorne bewegt sich die Sitzfläche synchron, in einem Verhältnis von ca. 1:2,5, wobei sich der Drehpunkt in etwa im Kniekehlenbereich befindet. Dies vermeidet Blutstauungen in den Unterschenkeln. Nur durch die Synchronmechanik wird der Mensch in seinem natürlichen Bewegungsablauf permanent gestützt.
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Richtige Sitzhaltung
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| Die optimale Sitzhaltung wird durch Beibehaltung der Doppel-"S"-Form der Wirbelsäule erreicht. Begünstigt wird diese Haltung durch eine Drehung des Beckens nach vorne. So wird der Brustkorb gehoben, (die Atmung dabei erleichtert), die Halswirbelsäule gestreckt und das Gewicht des Kopfes (ca. 9% des Körpergewichtes) besser getragen. Dadurch entstehen weniger Verspannungen in der Nackenmuskulatur.
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Offener Sitzwinkel
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| Eine Sitzhaltung mit einem Winkel von über
90° zwischen Oberkörper und Oberschenkel unterstützt
die Aufrechthaltung und verbessert dadurch die Atmung, den Stoffwechsel,
die Verdauung und somit die Leistungsfähigkeit. Wissenschaftliche
Tests belegen, daß eine leichte Sitzflächenneigung von
ca. 3°-4° die Haltung auch bei längerem Sitzen optimiert.
Eine größere Sitzflächenneigung ist problematisch,
da der Sitzende nach vorne rutscht, den Kontakt zur Rückenlehne
verliert und die Doppel-"S"-Form der Wirbelsäule nicht einhalten
kann.
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Die richtige Einstellung
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| Der beste Stuhl nutzt nichts, wenn er nicht richtig eingestellt ist. Korrekt sitzen Sie, wenn Oberarm und Unterarm etwa einen rechten Winkel bilden und der Unterarm auf der Tischplatte aufliegt. Die Füße müssen mit der ganzen Sohle entspannt auf dem Boden stehen und die Unterarme bequem auf dem Tisch liegen. Eine höhenverstellbare Armlehne entlastet Arme und Ellenbogen und vermeidet so Spannungen im Schulter-/Nackenbereich. Ideal ist der Einsatz von höhenverstellbaren Tischen, um diese an die jeweiligen Körpermaße anzupassen. Bei Bedarf sollte bei kleinen Personen eine Fußstütze benutzt werden. Je nach Körpergewicht sollte der Gegendruck der Rückenlehne individuell eingestellt werden.
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Dynamisches Arbeiten
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| Egal wie gut Sie sitzen, Ihr Körper braucht regelmäßig Abwechslung. Organisieren Sie Ihren Arbeitsplatz bewusst so, dass Sie nicht alles aus dem Stuhl erreichen können. Stehen Sie auf, um zum Kopierer, zum Drucker, zu einer kleinen Pause oder zur Teambesprechung mit Kollegen zu gehen. Strecken Sie sich zum Regal oder legen Sie Ihre Füße hoch. Verzichten Sie auf den Fahrstuhl und nehmen Sie mal die Treppe. Gehen Sie in der Pause spazieren, aber wenn möglich im Freien. Wenn Sie außerdem noch regelmäßig Ausgleichssport treiben, geben Sie Ihrem Organismus den Rückhalt, den er am Schreibtisch benötigt. |
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Gymnastik am Arbeitsplatz
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| Ein Stuhl kann durchaus als Sportgerät eingesetzt werden. Eine kurze Übungsserie hält Sie fit, fördert Durchblutung und Stoffwechsel. Denken Sie daran, sitzen ist Arbeit. Die Muskeln und Bänder sind gespannt, um den Körper aufrecht zu halten. Durch Gymnastik sind Sie in der Lage, Verspannungen entgegenzuwirken. |
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